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Nutzfahrzeuge & FlotteBeweissicherung
Firmenwagen – wenn der Hersteller Kleben statt Schweißen vorschreibt
Die Zahlen aus diesem Gutachten
- Reparaturkosten
- 8.853,50 €
In der Rechnung stand Klebstoff statt Schweißnaht.
Wer an eine Karosseriereparatur denkt, denkt meist ans Schweißgerät. Bei diesem Fall stand in der Kalkulation stattdessen Klebstoff – und das war kein Kompromiss, sondern die vorgeschriebene Reparaturmethode.
Ein Firmenwagen aus einer gewerblichen Flotte, gut zwei Jahre alt, wurde bei einem Haftpflichtschaden komplett auf der linken Seite getroffen. Der Aufprall verlief bis in den Schweller hinein, wo die Karosserie sichtbar aufgerissen war. Beide Türen links mussten ersetzt werden, dazu ein Seitenteil und ein Mittelstück des Schwellers. Reparaturkosten: 8.853,50 € brutto, Reparaturdauer vier Arbeitstage – deutlich mehr als bei einem reinen Blechschaden.
Der eigentlich interessante Punkt: Moderne Karosserien verwenden hochfeste Stahlsorten, die sich nicht beliebig schweißen lassen, ohne ihre Festigkeit zu verlieren. Für genau solche Bauteile schreibt der Hersteller strukturelle Klebeverbindungen vor – 1K- und 2K-Kleber, Klebedichtmasse, Karosseriekleber, anschließend eine Hohlraumkonservierung, damit der Korrosionsschutz erhalten bleibt. Kein Sonderfall, sondern die vorgeschriebene Technik für diesen Bauteilbereich.
Auch ein großflächiger Seitenschaden lässt sich also fachgerecht instandsetzen – mit der Methode, die der Hersteller für genau diesen Fall vorsieht.
Bilder aus der Begutachtung
Zum Vergrößern anklicken. Kennzeichen und personenbezogene Angaben sind unkenntlich gemacht.






Hinweis zur Anonymisierung
Dieser Fall stammt aus einem abgeschlossenen Gutachten und wurde vollständig anonymisiert. Nicht veröffentlicht werden Namen und Anschriften der Beteiligten, amtliche Kennzeichen, Fahrzeug-Identifizierungsnummern, Versicherungs-, Schaden- und Gutachtennummern sowie das genaue Schaden- und Besichtigungsdatum. Gezeigt werden nur Angaben, die keinen Rückschluss auf die Beteiligten zulassen: Fahrzeugtyp, Schadenbild und die Zahlen der Kalkulation.